FDP ist für mehr Leben auf dem Markt – auch mit einem Gläschen in der Hand

Jüngst lud die FDP nach Walldorf zu einem Austausch rund um das Thema „Alkoholausschank auf Wochenmärkten“ ein. Claudia Felden, Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag und FDP-Landtagskandidatin für die Wahl 2026, übernahm die thematische Einführung.

Nach der Begrüßung durch Paula Glogowski, Fraktionsvorsitzende der FDP im Walldorfer Gemeinderat, fand ein reger Austausch statt. Mit dabei waren u.a. Vertreterinnen und Vertreter der FDP-Ortsverbände aus Walldorf, Nußloch, Wiesloch und Leimen sowie Walldorfs Bürgermeister Matthias Renschler. 

Felden machte in ihren Ausführungen deutlich, worum es im Kern geht: Wochenmärkte sollen lebendig sein und Ortskerne beleben – auch durch soziale Komponenten und Eventcharakter. Ein Glas Wein am Stand könne die Märkte attraktiver machen und Treffpunkte schaffen. Beispiele wie das „After Work Event“ in Walldorf und der Wochenmarkt in Leimen-St. Ilgen zeigten, wie positiv solche Angebote angenommen werden. 

In St. Ilgen hat es – auch dank dem erheblichen Einsatz von Vereinen und Ehrenamtlichen – bereits eine erfolgreiche Probephase für Nachmittagsmärkte gegeben, so Felden. Doch das Problem sei eindeutig gesetzlicher Natur: Nach aktuellem Landesrecht ist Alkoholausschank auf Wochenmärkten verboten. Die Folge seien juristische Grauzonen und hohe bürokratische Hürden. Felden forderte deshalb, dass Kommunen mehr Entscheidungsfreiheit erhalten: „Warum darf das in Rheinland-Pfalz oder Bayern funktionieren – aber nicht bei uns?“ Auch in größeren Städten wie Mannheim und Stuttgart werde die Thematik rege diskutiert. Es handele sich also nicht lediglich um Partikularinteressen einiger weniger Kommunen. Daher müsse die Landesregierung hier nun endlich aktiv werden und die Reglungen anpassen. 

Helga Bender unterstrich in ihrer Funktion als Vereinsvorsitzende, dass das Thema parteiübergreifend angegangen werden müsse. Sie habe bereits alle demokratischen Fraktionen im Landtag angeschrieben, jedoch noch nicht von allen Rückmeldungen erhalten. 

Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig: Es braucht schnelle, unbürokratische Lösungen und mehr Vertrauen in die Kommunen. Bürokratieabbau, Gestaltungsspielräume und Eigenverantwortung seien die Schlüssel. 

Die FDP im Landtag hat sich bereits intensiv mit dem Thema befasst und eine Kleine Anfrage dazu an die Landesregierung gestellt. Die Liberalen bleiben an dem Thema dran. (BE)